P r e s s e m i t t e i l u n g
- Verbandstag der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie tagt in Rendsburg
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Das höchste beschlussfassende Gremium der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie vkm Deutschland mit ihrem Landesverband hat sich am 29. Oktober 2008 zu seiner jährlichen Konferenz in Rendsburg getroffen. Ein Hauptthema neben den Regularien war die tarifrechtliche und arbeitsrechtliche Bedeutung für die in der Entstehung befindliche Fusion zur Nordkirche.
Der Vorsitzende Klaus-Dirk Wildoer machte in seiner Rede noch einmal deutlich, dass die Debatte um die Arbeitsvertragsbedingungen mit den Kolleginnen und Kollegen der drei betroffenen Landeskirchen geführt werden muss. Es ist für die Gewerkschaft nicht nachvollziehbar und immer wieder eingefordert, dass die bis dato entscheidenden Kolleginnen und Kollegen als auch Vertreter der Dienstgeberseite sich an einen Tisch setzen. Dieses wird, so bedauert Wildoer, mit einer Hartnäckigkeit abgelehnt.
Der Blick auf die Kolleginnen und Kollegen, der kirchliche menschliche Anspruch innerhalb der Kirche wird hier missachtet.
Somit hat sich die Delegiertenversammlung noch einmal eindeutig dafür ausgesprochen, das Arbeitsrecht in der gemeinsamen Kirche nach dem Zweiten Weg zu gestalten. Das bedeutet, die Gewerkschaften und die Arbeitgeberseite verhandeln einen kirchengemäßen Tarifvertrag.
Die Vertreter der Tarifkommission des Landesverbandes Nordelbien machten in der Versammlung deutlich, dass jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich der Landeskirche Nordelbien nicht von der Hand zu weisen sind und diese einen kirchengemäßen Status haben. So können auch mit Blick gen Berlin, Brandenburg, Schlesische Oberlausitz, die positiven Reaktion und auch der Abschluss eines Tarifvertrages nicht verhehlt werden.
Darüber hinaus kann eine Argumentation, dass Gewerkschaften nicht in Kirche gewünscht sind, keine Bedeutung haben, da die anderen Landeskirchen ja immer wieder in Kopie die Arbeit, die gutgeleistete Arbeit der Gewerkschaften kopieren und diese in ihren sog. berühmt berüchtigten Dritten Weg mit einbauen.
Somit müsste es doch für die Synodalen der drei Landeskirchen und insbesondere hier der Pommerschen Landeskirche und der Mecklenburgischen Landeskirche notwendig und hilfreich sein können, mit den jetzigen Gestaltern der neu zu gründenden Nordkirche an einen Verhandlungstisch zu gehen und sowohl mit den Mitgliedern der Arbeitsrechtskommissionen und den verhandelnden Gewerkschaften einen gemeinsamen positiven Weg zu suchen.
Im Bereich der Regularien und Wahlen hat der Landesvorstand das langjährige Mitglied Gerhard Stilke aus dem Vorstand und aus dem Kreis der Delegierten verabschiedet. Der Kollege Gerhard Stilke (Hamburg) wird Ende Januar 2009 in den verdienten Ruhestand eintreten und mit dem Datum auch seine Vorstandsposition abgeben. Einstimmig wurde hier dann Gerda Pahl (Kiel) als Nachfolgerin gewählt.
Darüber hinaus war ein Wahlthema die Besetzung der Tarifkommission. So wurden die Kollegin Maren Eckholtz (Rendsburg) und der Kollege Albert Ketels (Husum) mit großer Mehrheit in die Tarifkommission gewählt.
Aufgrund der Fusion der einzelnen Kirchenkreise von 27 auf 11 hat sich die Gewerkschaft für Kirche und Diakonie Landesverband Nordelbien mit den Neustrukturen ab 2009 beschäftigt. Es wurden unterschiedliche Ideen und Strukturmodelle aufgezeigt. Es gilt nunmehr, im Wege der basisdemokratischen Diskussion eine Entscheidung Anfang 2009 herbeizuführen.
Hubert Baalmann
(Verbandssekretär)