Rendsburg (epd). Der Verband Kirchlicher Mitarbeiter (VKM) hat erneut Tarifverträge für eine künftige "Nordkirche" gefordert. Wenn es zur Fusion der evangelischen Kirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern kommen sollte, müssten wie in Nordelbien Tarifverträge zwischen Arbeitgeber Kirche und Gewerkschaften abgeschlossen werden, sagte VKM-Vorsitzender Klaus-Dirk Wildoer in Rendsburg. Dort tagte der Verbandstag als höchstes beschlussfassendes VKM-Gremium.

Die spezielle Kirchengewerkschaft VKM vertritt allein in Nordelbien die Interessen von bis zu 30.000 Mitarbeitern in Kirche und Diakonie. Während in Nordelbien (Hamburg und Schleswig-Holstein) Gewerkschaften und kirchlicher Arbeitgeberverband Tarifverträge aushandeln, werden Gehälter und Arbeitszeiten in Mecklenburg und Pommern im "Dritten Weg" durch Mitarbeiter und Kirchenleitung vereinbart. Davon wollen die beiden Landeskirchen auch in einer künftigen "Nordkirche" nicht abgehen.

Wenn die drei Synoden den Fusionsvetrag im März 2009 beschließen, könnte die "Nordkirche" 2012 gegründet werden. Sie hätte 2,4 Millionen evangelische Kirchenmitglieder.