- Ver.di verhindert Entgelterhöhung über 2 Prozent
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Schlichtung / KTD
Ver.di verhindert Entgelterhöhung über 2 Prozent
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
in den letzten Tagen ist sowohl durch unsere Newsletter als auch durch umfangreiche Berichterstattung in den Medien von der Schlichtung im KTD (Kirchlicher Tarifvertrag Diakonie) berichtet worden.
Hierzu stellt die Tarifkommission der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie - vkm Nordelbien fest, dass eine Gehaltserhöhung über 2 Prozent möglich war, inklusive einer leichten Erhöhung der Jahresarbeitszeit, dieses aber durch die Verhandlungsstrategie bzw. die Hartnäckigkeit und Kompromisslosigkeit von ver.di nicht zustande kam.
Die Gewerkschaft für Kirche und Diakonie- vkm Nordelbien und der VKDA waren sehr nah vor dem Abschluss mit einer 2 vor dem Komma. Ein Schlichtungsspruch wurde notwendig, weil auch unter der professionellen Leitung von Herrn Ortwin Runde (SPD, MdB), die Problematik um die Wochenfeiertagsregelung mit ver.di nicht tarifierbar war. Zwischenzeitlich waren sich alle Tarifparteien darüber einig, dass im Rahmen der Schlichtung eine verbindliche Absprache dahingehend getroffen werden sollte, dass sich für die Dauer der Laufzeit dieses Tarifvertrages die Parteien schriftlich verbindlich einigen, innerhalb dieses Zeitraumes eine einvernehmliche Lösung für die Problematik der Wochenfeiertagsregelung zu schaffen. Dieses ging ver.di nicht weit genug.
Die Gewerkschaft für Kirche und Diakonie - vkm Nordelbien, hat verbindliche Gespräche außerhalb der Schlichtung zu dem Thema vorgeschlagen, mit dem Ziel eines Ergebnisses.
Der VKDA hat dem zugestimmt. Ver.di hat in den Verhandlungen dieses weiterhin hartnäckig blockiert.
Durch die starre Haltung von ver.di wird es nach Einschätzung der Tarifkommission der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie - vkm Nordelbien, voraussichtlich keine zufriedenstellende Wochenfeiertagsregelung für unsere Mitglieder in der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie mit dem VKDA geben.
Auch ist diese Haltung von ver.di nicht nachzuvollziehen, da bereits im 32. Protokoll der Tarifverhandlungen festgehalten wurde, die Wochenfeiertagsregelung nicht mit in der Entgeltrunde zu verhandeln, sondern extra. Dieses hat ver.di mit unterschrieben. Auch auf den letzten beiden Info-Flyern von ver.di ist von den Wochenfeiertagen nichts mehr zu lesen. Des Weiteren liegt der Ursprung des Aufgreifens zur erneuten Thematisierung des Wochenfeiertagsproblems allein beim vkm! Wir waren es, die dieses Thema erneut angebracht haben zu Beginn der Verhandlungen, nicht ver.di. Nur wussten wir auch, wann man es aus taktischen Gründen zurückzieht und an anderer Stelle erneut anbringt, dies gelingt wohl nicht allen. Zur Info: Schichtdiener arbeiten durch die Wochenfeiertagsregelung 4,7 bis 7 Tage mehr im Jahr, im Vergleich zur normalen betrieblichen Arbeitszeit. Dies entspricht in bestimmten Fällen einer Jahresarbeitszeit von 2035 Std., im Gegensatz zu den tarifierten 1990 Std. aller "normalen" Arbeitnehmer
Gleichzeitig ist festzustellen, dass die vonseiten des VKDA geforderte Anhebung der Jahresarbeitszeit ursächlich aus einer Forderung von ver.di kommt. So hat im Rahmen der Tarifverhandlungen ver.di auf der Sitzung am 22.03.2007 eine Erhöhung der Jahresarbeitszeit auf 2035 Stunden vorgeschlagen. Seinerzeit hat die Tarifkommission des vkm, Gewerkschaft für Kirche und Diakonie, dieses vehement abgelehnt. Konsensfähig war für uns eine Anhebung der Jahresarbeitszeit auf 2016 Stunden unter der Voraussetzung, dass es einen hundertprozentigen Lohnausgleich gibt. Dieses war dann mit dem Arbeitgeberverband nicht mehr vereinbahr.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, wir stellen fest, dass ver.di nach unserer Einschätzung durch sein starres nicht nachvollziehbares Verhalten einen besseren Abschluss verhindert hat.
Es entzieht sich unserer Kenntnis, welches politische Ziel diese Gewerkschaft für die 12.000 Kolleginnen und Kollegen im Bereich des KTD verfolgt.
Uns, als Gewerkschaft für Kirche und Diakonie – vkm Nordelbien, ist es wichtig, dass wir für alle Kolleginnen und Kollegen ein möglichst positives und finanziell tragbares Ergebnis in unseren Verhandlungen erreicht hätten.
Die Gewerkschaft für Kirche und Diakonie – vkm Nordelbien, steht dafür ein, alle Bereiche so weit wie möglich, so eng wie möglich in der Lohnsteigerung gleich zu behandeln. Genauso wissen wir um die Problematik der Wochenfeiertage.
--- Wir sehen, dass ein Großteil, aber nicht alle, von dieser Regelung negativ betroffen sind.
--- Wir wissen, dass einige Einrichtungen, das individuell positiv für die Kolleginnen und Kollegen geregelt haben.
--- Wir wissen um die Verantwortung und Verpflichtung uns dieser Problematik anzunehmen.
--- Wir wissen um die Verantwortung, dass hier Handlungsbedarf besteht.
--- Wir nehmen diese Verantwortung wahr und werden bei den nächsten Tarifgesprächen mit dem VKDA dieses auf die Tagesordnung setzen.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, nur eine starke Gewerkschaft – wie die des vkm kann mit Ihrer Hilfe die von Ihnen und uns gewollten Ziele über den VKDA durchsetzen. Somit werben Sie für eine starke Gewerkschaft, überzeugen und diskutieren Sie das Schlichtungsergebnis vom 5. September 2007.
Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen zu und bieten Ihnen die Möglichkeit sich über www.vkmdeutschland.de zu informieren und die Beitrittserklärung zu unterzeichnen.
Für die Tarifkommission
Hubert Baalmann
(Verbandssekretär)
Hbg., den 18.09.2007