vkm Gewerkschaft für Kirche und Diakonie nimmt den Schlichterspruch nicht an.

Am 5. September 2007 hat die Schlichtungsstelle durch Schlichterspruch entschieden, für das Jahr 2007 eine Einmalzahlung für die ca. 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Diakonie in Höhe von 300 Euro brutto und ab dem 01.01. bis 31.03.2009 eine Entgelterhöhung um 1,2 % zu tarifieren. Die Auszubildenden im Bereich der Diakonie sollen für das Jahr 2007 einmalig 200 Euro erhalten und analog linear eine Erhöhung von 1,2 % ihrer Ausbildungsvergütung.

Dieses hat die Tarifkommission der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie intensiv bewertet und beraten. Die Tarifkommission ist zu der Entscheidung gekommen, diesen Schlichterspruch nicht anzunehmen.

Der Schlichterspruch liegt weit unter den Forderungen der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie und ist von daher in der vorliegenden Form nicht akzeptabel. Unser Bestreben als Gewerkschaft für Kirche und Diakonie ist, den Kolleginnen und Kollegen eine spürbare finanzielle Gehaltsanhebung zukommen zu lassen. Bei der Bewertung dieses Schlichterspruches ist dieses nicht festzustellen.

Des weiteren gibt es keine Regelungen hinsichtlich der Wochenfeiertage.

Unsere gewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kollegen haben nach Auffassung der Tarifkommission der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie das Recht auf eine entsprechende Leistung. In vielen diakonischen stationären und ambulanten Einrichtungen wird an vielen Stellschrauben gedreht. Dieses muss nach Auffassung unserer Tarifkommission aufhören und entsprechend der
erbrachten Arbeit nicht nur im körperlichen als auch im psychischen Bereich entlohnt werden. Es kann und darf nicht sein, dass aufgrund von politischen Entscheidungen in der Gesundheitsreform unsere Kolleginnen und Kollegen immer weniger Geld verdienen. Der diakonische Dienst muss sich nach unserer Auffassung auch wirtschaftlich zum Lebensunterhalt rechnen.

Bei diesem Abschluss wären weder die Preissteigerungsrate noch die Inflation und die Mehrkosten abgedeckt. Somit kann man nüchtern betrachtet sehen, dass der Dienst am Menschen finanziell für die motivierten, hoch motivierten Kollegen nicht mehr reizvoll ist.

Aufgrund der Situation, dass die Gewerkschaft für Kirche und Diakonie vkm Nordelbien nicht dem Schlichterspruch zugestimmt hat, läuft seit dem 08.10.2007 eine Einmonatsfrist, die wir als Gewerkschaft mit dem Arbeitgeberverband VKDA nutzen werden, um erneut Tarifgespräche für die Entgeltrunde zu führen. Sollte es im Rahmen der Tarifgespräche zu keiner für uns tragbaren Lösung kommen, wird dann erneut die Schlichtungsstelle entscheiden. Der dann möglicherweise zu erwartende Schlichtungsspruch ist
wieder unter der Leitung von Herrn Ortwin Runde zu führen und wird dann durch Abstimmung verbindlich und somit Tarifrecht.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ich möchte Sie bitten, dieses entsprechend in Ihren Einrichtungen zu publizieren, zu diskutieren und all die Kolleginnen und Kollegen, die noch nicht Mitglied der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie vkm sind, auf die Notwendigkeit und die Dringlichkeit einer gewerkschaftlichen Mitgliedschaft anzusprechen und zu überzeugen.

Wir werden Sie über das weitere Vorgehen und die Verhandlungen informieren.

Für die Tarifkommission

Hubert Baalmann
(Verbandssekretär)